Interview mit Residenzkünstlerin Magdalena Treutwein

Magdalena Treutwein ist Musikerin und Harfenlehrerin. Sie ist auf die Berufsfachschule für Musik in Plattling gegangen und hat dann Musik und Medien mit dem Hauptfach Harfe in Düsseldorf studiert. So kamen über die Jahre die verschiedensten Harfen in ihre Sammlung. Angefangen bei der Böhmischen Hakenharfe, einem Reiseinstrument, über die Tiroler Harfe bis hin zu Konzertharfe: sie ist einfach verliebt in dieses Instrument und seinen facettenreichen Klang! 

Wie hat dir Pilsen gefallen und was fandest du hier interessant? 

Mir hat die Stadt Pilsen sehr gut gefallen. Trotz der Pandemie war kulturell viel geboten: Ausstellungen, Theather, Konzerte. Die Pilsener habe ich durchweg als freundliche, aufgeschlossene Menschen erlebt. Leider sind meine Kenntnisse in der Teschechischen Sprache nicht besonders gut, aber ich konnte mich auf Englisch, Deutsch und zur Not mit Gesten verständigen.

Wie lief die Zusammenarbeit mit deinem Matchingpartner?

Mein Matchingpartner war die Band Gutta, eine Gruppe, die mittelalterliche Folkmusik spielt. Die Zusammenarbeit war toll und ich habe mich mit der Band menschlich und musikalisch sehr gut verstanden. Auch die weitere Organisation vor Ort war einwandfrei.

Worum geht es in deinem Projekt?

In meinem Projekt geht es darum, die Folkmusikszene in Pilsen und deren Musiker*innen kennenzulernen. Mit der Band Gutta habe ich nun drei wunderbare Musikerinnen getroffen, mit denen ich musizieren durfte. Ich selbst spiele Harfe und singe und auch bei Gutta spielt jede mehrere Instrumente: Trommeln und Gesang, Gitarre und Mandoline, Geige und Drehleier. Ich habe mit der Band ein kleines Konzertprogramm erarbeitet. Gemeinsam haben wir Lieder aus dem Repertoire der Band neu arrangiert. Ich  habe dadurch neue Stücke erlernt und auch ein bisschen Tschechisch. Am Ende meiner Residenz habe wir dann unser Konzertprogramm präsentiert.

Wie findest du allgemein die künstlerischen Residenzen? Was hat es dir gebracht?

Ich finde die künstlerischen Residenzen sind ein tolles Programm, um Regensburg und Pilsen und deren Bewohner*innen näher zu bringen. Man tauscht sich aus und lernt voneinander. Mir persönlich hat es einen tollen Einblick in das Pilsener Kulturleben gegeben. Am meisten schätze ich die Bekanschaften, die ich gemacht habe, vor allem mit den herzlichen Menschen der Band Gutta. Wir haben vereinbart in Kontakt zu bleiben und bei Gelegenheit wieder gemeinsam zu musizieren, sei es in Regensburg oder Pilsen.

 

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